Fußpilz

1.0 Was ist Fußpilz?

Fußpilz (englisch: athlete´s foot, foot fungus) ist eine der häufigsten Hauterkrankungen. Der Fachausdruck für diese Erkrankung lautet „Tinea pedis“. Verursacht wird Fußpilz durch Dermatophyten (Fadenpilze). Diese Pilze kommen auch auf gesunder Haut vor. Bei geschwächten Abwehrkräften und bei geschädigter Haut können sie in die Haut eindringen und Krankheitssymptome verursachen.
Symptome einer Fußpilzerkrankung sind Juckreiz, Rötung, Nässen und Abschuppen der Haut. Die Haut ist aufgequollen. Es kann zu Hautrissen oder Bläschenbildung kommen. Häufig beginnt die Erkrankung in den Zehenzwischenräumen.

1.1 Wer ist besonders gefährdet, an Fußpilz zu erkranken?

Besonders gefährdet für Fußpilzinfektionen sind alle Menschen mit geschwächten Abwehrkräften. Das betrifft z.B. Patienten unter Chemotherapie, Patienten nach Organtransplatation und Aids-Patienten. Auch Diabetiker und Patienten mit Durchblutungsstörungen sind besonders häufig von Fußpilz betroffen. Bestimmte Fehlstellungen des Fußes erhöhen ebenfalls das Risiko, an Fußpilz zu erkranken.
Weil Pilze es feucht und kühl mögen, sind auch Menschen gefährdet, die viel an den Füßen schwitzen und ständig geschlossene Schuhe tragen. Das betrifft Sportler, die in ihren Turnschuhen schwitzen. Es betrifft aber auch besonders Männer, die im Beruf immer feste Schuhe tragen müssen.

2. Wann muss man zum Hautarzt gehen?

  • Bei erstmaligem Auftreten der Erkrankung.
  • Bei einem ausgedehnten Befall oder bei starken Schmerzen.
  • Bei einer Ausbreitung der Pilzsymptome auf die Hände oder auf andere Körperteile.
  • Bei immer wiederkehrenden Beschwerden.
  • Wenn trotz Behandlung innerhalb von drei Wochen keine Besserung eintritt.
  • Schwangere, Kinder, Diabetiker und Patienten, die Immunsuppressiva oder Zytostatika einnehmen müssen, sollten bei Fußpilzsymptomen ihren Arzt aufsuchen.

3.0 Ist Fußpilz ansteckend?

Ja, Fußpilz ist ansteckend. Eine Ansteckung kann durch direkten Körperkontakt erfolgen. Aber auch herunterfallende Hautschüppchen eines Fußpilzpatienten sind mit Pilzsporen befallen. Diese Sporen können monatelang lebensfähig bleiben. Solche Hautschüppchen befinden sich in Teppichen, Badematten, Duschen, Saunen, auf Fußböden und in Schuhen und Strümpfen. Durch kleinste Hautrisse können die Pilzsporen andere Menschen mit Fußpilz anstecken.
Ebenso kann sich der Pilzbefall von den Füßen auf andere Körperregionen ausbreiten.

3.1 Welche Hygiene-Maßnahmen sollte man bei einer Fußpilzerkrankung treffen?

  • Strümpfe, Socken und Handtücher, mit denen die Füße abgetrocknet werden müssen bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, noch besser als Kochwäsche. Wäscheteile, die nicht so heiß gewaschen werden dürfen, können mit pilzabtötendem Waschzusatz gewaschen werden. Hierfür können Sie zum Beispiel Canesten Hygiene Wäschespüler oder Sagrotan Wäsche Hygienespüler einsetzen.
  • Schuhe mit pilzabtötendem Desinfektionsmittel behandeln. Anschließend gut trocknen lassen. Geeignete Produkte sind zum Beispiel Sagrotan med. Sprühdesinfektion oder Pedesin-N Schuhdesinfektionsspray.
  • Fußböden, besonders im Badezimmer, wo man barfuß läuft, gründlich reinigen unter Verwendung von pilzabtötenden Desinfektionsmitteln. Ebenso die Dusche und Badewanne reinigen.

3.2 Wie kann ich mich vor Fußpilz schützen?

  • Füße trocken halten, besonders die Zehenzwischenräume immer gut abtrocknen. Trocknen der Füße mit dem Föhn (warme, trockene Luft).
  • Im Schwimmbad, in Gemeinschaftsduschen und in der Sauna Badeschuhe tragen.
  • Füße durch regelmäßiges Eincremen pflegen.
  • Schuhe aus atmungsaktivem Material tragen, welches ein Ausdünsten von Schweiß ermöglicht.
  • Schuhe regelmäßig wechseln,nach dem Tragen gut auslüften und trocknen lassen.
  • Persönliche Handtücher für die Füße benutzen (also nicht die Handtücher mit anderen teilen), Handtücher regelmäßig wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen.
  • Öfter mal barfuß laufen.

Version 1, Stand 03/2016

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an Karin Krümmel wenden.

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