Nervosität

1. Nervosität und Unruhezustände, was ist das?

In der heutigen Zeit stehen viele Menschen ständig unter Anspannung und Stress. Davon kann jeder betroffen sein, schon Schulkinder stehen teilweise unter hohem Leistungsdruck. Stress und Überlastung können zu Nervosität und innerer Unruhe führen. Auch die Schlafqualität kann darunter leiden. Als weitere Ursachen für Nervosität und Unruhe kommen psychische Erkrankungen, Herzrhythmusstörungen oder Schilddrüsenerkrankungen in Frage.

2. Wann muss man zum Arzt gehen?

  • Wenn Nervosität, innere Unruhe und Anspannung länger als zwei Wochen dauern.
  • Wenn die Beschwerden so stark sind, dass das tägliche Leben beeinträchtigt wird.
  • Wenn Nervosität und Unruhe als Nebenwirkung von Arzneimitteln auftreten.

3. Zusätzliche Maßnahmen

  • Sorgen Sie für regelmäßige Schlaf- und Ruhezeiten.
  • Machen Sie öfters Dinge, die Ihnen gut tun. Das kann bei jedem etwas anderes sein, z.B. ein Waldspaziergang, ruhige Musik hören oder selbst musizieren, Tee trinken, ein entspannendes Bad, Sport, Gespräche mit netten Menschen oder Handarbeiten. Achten Sie auf Ihr Gefühl, dann merken Sie, was gerade für Sie gut ist als Ausgleich zum Alltagsstress.
  • Es kann gut tun, Entspannungsmethoden zu erlernen und anzuwenden. In Frage kommen dafür zum Beispiel Yoga, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson.

4. Mit welchen Medikamenten kann man Nervosität behandeln?

Kinder (2 bis 6 Jahre alt)

Wenn ihr Kind auffällig unruhig, ängstlich oder nervös ist, forschen Sie nach den Ursachen und versuchen Sie diese zu beseitigen. Sollten Sie keine Gründe für das Verhalten ihres Kindes finden, so sprechen Sie bitte mit dem Kinderarzt darüber. Das gilt auch, wenn die Unruhe länger anhält als zwei Wochen.

Zur Behandlung von krankheitsbedingten Unruhezuständen bei Kindern gibt es homöopathische Zäpfchen. Kleinkinder im Alter von zwei bis sechs Jahren können ein bis zwei Zäpfchen täglich bekommen.

Schulkinder (älter als 6 Jahre)

Wenn ihr Kind auffällig unruhig, ängstlich oder nervös ist, forschen Sie nach den Ursachen und versuchen Sie diese zu beseitigen. Sollten Sie keine Gründe für das Verhalten ihres Kindes finden, so sprechen Sie bitte mit dem Kinderarzt darüber. Das gilt auch, wenn die Unruhe länger anhält als zwei Wochen.

Zur Behandlung von Unruhezuständen und nervös bedingten Einschlafstörungen steht ein pflanzliches Mittel mit den Heilpflanzen Baldrian und Melisse zur Verfügung. Kinder ab 6 Jahren erhalten eine Filmtablette täglich, Jugendliche ab 12 Jahren bekommen 2 mal täglich eine Filmtablette.

 

Erwachsene

Zur Behandlung von Nervosität und Unruhezuständen werden häufig pflanzliche Arzneimittel wie Baldrian, Hopfen, Melisse, Lavendel und Passionsblume eingesetzt. Diese Heilpflanzen werden auch miteinander kombiniert.

Die Passionsblume ist eine Heilpflanze, die ursprünglich aus Amerika stammt. Sie wird gegen nervöse Unruhezustände eingesetzt und steht heute in Form von Kapseln zum Einnehmen zur Verfügung. Je nach Art und Schwere der Beschwerden kann man zwischen 1-5 Kapseln täglich einnehmen. Fragen Sie zur genauen Dosierung in Ihrem persönlichen Fall bitte unser Team.

Ein weiteres Mittel zur Behandllung von Unruhezuständen bei ängstlicher Verstimmung enthält Lavendelöl als Wirksubstanz. Erwachsene nehmen eine Weichkapsel täglich ein. Die Heilpflanze Lavendel ist bekannt für ihre beruhigende Wirkung und wird auch in der Aromatherapie eingesetzt.

Homöopathie

Zur Behandlung von nervösen Unruhezuständen und Schlafstörungen wird häufig ein homöopathisches Kombinationsmittel eingesetzt, welches in Tropfen– oder Tablettenform erhältlich ist. Dieses Mittel wird eingesetzt bei Erwachsenen und bei Jugendlichen ab 12 Jahren. Die Tropfen enthalten Alkohol. Bei den Tabletten ist das nicht der Fall.

Weiterhin gibt es ein homöopathisches Komplexmittel in Tablettenform zur Behandlung von nervösen Unruhezuständen. Erwachsene nehmen 3-4 mal täglich eine Tablette ein. In Fällen von akuter Unruhe kann man sechsmal täglich 3 Tabletten lutschen. Sobald sich die Beschwerden bessern, reduzieren Sie bitte die Dosierung.

Version 1, Stand 03/2016

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an Karin Krümmel wenden.

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