Erfahrungsbericht eines Praktikanten unserer Apotheke

Die Interviewreihe mit unseren Praktikanten starten wir mit Jenushan Jeyapalan, der vier Wochen Praktikum bei uns gemacht hat. Jenushan studiert im ersten Semester Pharmazie an der Universität Bonn.

Rebecca: „Jenushan, wie gefällt Ihnen denn das Pharmaziestudium?“

Jenushan: „Das Pharmaziestudium gefällt mir bis jetzt eigentlich ganz gut, ich bin ja jetzt im ersten Semester, komme ins zweite Semester, die Praktika sind sehr schön da, sie machen mir sehr viel Spaß. Die Klausuren – sehr viel zu lernen,  das Lernen nach den Praktika ist immer anstrengend. Um 18.00 nach Hause zu kommen, dann abends noch zu lernen und nebenbei noch Sport zu haben ist viel aber im großen und ganzen macht es mir Spaß.“

Rebecca: „Das ist ja gut, dass Sie für den Sport noch Zeit haben, das ist ja bestimmt ganz gut als Ausgleich. Und welche Fächer gefallen Ihnen besonders gut in der Uni?“

Jenushan:“ Besonders Spaß macht mir eigentlich Chemie, auch, wenn es schwer ist, macht es mir Spaß, es zu lernen. In Arzneiformenlehre hat mir das Praktikum auch sehr viel Spaß gemacht. Viele Fächer hatte ich ja noch nicht. Und die anderen Fächer macht man so nebenbei. Die wichtigen Fächer haben mir Spaß gemacht und der Rest- geht so.“

Rebecca: „Ja, es ist doch auch viel, gerade für das erste Semester und auch viel zu lernen. Ich finde die Klausurphase immer stressig, Ihnen geht es ja bestimmt auch so?“

Jenushan: „Ja „.

Rebecca: „Das kann ich mir gut vorstellen. Sie machen das Praktikum im Rahmen des Pharmaziestudiums und haben ja dann für das Praktikum die Buschdorfer Apotheke ausgewählt. Wie gefällt Ihnen denn das Praktikum hier?“

Jenushan:“ Das Praktikum macht mir sehr viel Spaß- ich war positiv überrascht. Vor allem wegen des Teams. Das Team gefällt mir super hier. Man fühlt sich direkt aufgehoben seit dem ersten Tag wie so eine kleine Familie, finde ich. Deswegen freut man sich auch jeden Morgen hierhin zu kommen, auch, wenn man ein bisschen Ferien haben möchte. Dass es in den Semesterferien ist, ist ein bisschen ärgerlich. Aber das ist nicht so schlimm, weil man sich schon aufgehoben fühlt. Man kommt hier morgens rein – alle begrüßen einen, alle reden menschlich mit einem- deswegen ist es echt ein super Gefühl hier zu arbeiten und man nimmt auch vieles mit. Ich gucke auch ein bisschen zu wie Frau Kuchenbecker und Herr Schwandt mit den Kunden reden und hier im Labor nehme ich vieles mit. Das ist schon eine schöne Sache.“

Rebecca: „Also haben Sie hier im Labor auch schon bei Rezepturen geholfen?“

Jenushan:“ Ja, genau, ich habe Frau Aydin schon bei mehreren Rezepturen geholfen“.

Rebecca: „Haben Sie sich denn durch das Afl Praktikum gut vorbereitet gefühlt auf die Laborarbeit? „

Jenushan:“ Für das Labor schon. Was Rezepturen angeht, habe ich schon vieles im Arzneiformenlehrepraktikum gelernt, so dass das nichts großes Neues war, abgesehen von dem Topitec (Anmerkung der Autorin: ein Gerät zur Herstellung von Salben und Cremes) zum Beispiel. Das hatten wir im Labor nicht, da musste mir  Frau Aydin zeigen, wie das ganze funktioniert. Da haben wir in der Fantaschale (Anmerkung der Autorin: eine Schale zum Anrühren von Salben/Cremes) schön gerührt und mit dem Topitec ging das in 10 Minuten. Das ist schon eine schöne Sache“.

Rebecca: „Der Topitec ist schon wirklich praktisch. Und was sind sonst noch Ihre Aufgaben hier in der Apotheke?“

Jenushan:“ Der Wareneingang. Ich lagere die Waren in den Lagerautomaten ein, manchmal liefere ich etwas aus, ich fahre zu einer Praxis und hole dort Rezepturen ab.“

Rebecca:“ Das ist immer ein bisschen schade, dass man vorne noch gar nicht so viel Erfahrung sammeln kann, dort findet ja die eigentliche Arbeit statt.“

Jenushan:“ Ja, das geht ja noch gar nicht“.

Rebecca:“ Ja genau, das war bei mir im Praktikum auch so. Was war Ihre größte Umstellung für die Arbeit in der Apotheke verglichen mit Schule und Studium?“

Jenushan:“ Mit Schule ist schwer zu beantworten. Im Studium- eigentlich war es keine große Umstellung, fand ich, weil – wie Sie gesagt haben durch das Praktikum habe ich schon viel Erfahrung praktisch gesammelt, die ich jetzt hier ausübe. Von daher war es jetzt nichts, wo man ins kalte Wasser geworfen worden ist. Und ganz viel Neues mache ich ja auch nicht. Was den Wareneingang angeht, das wurde mir erklärt, wie man das mit dem Computer bearbeitet und sonst- auf das Labor wurde ich ja vorbereitet, von daher war es keine große Umstellung.“

Rebecca:“ Und das Stehen den ganzen Tag? „

Jenushan:“ Das ist schon ein bisschen anstrengend- für die Füße- die ersten zwei Tage aber wir mussten ja auch im Labor von 9.00 bis 18.00 stehen, von daher hat man sich schnell daran gewöhnt.“

Rebecca: „Stimmt. Aber das ging mir auch so, dass ich dachte, so einen ganzen Tag stehen, da muss ich mich erst so ein bisschen dran gewöhnen. Und auch so an den Ablauf- wirklich morgens schon früh da sein und dann den Tag durch.“

Jenushan: “ Ja genau, aber ich fand auch die Pause hat auch immer gut getan. Immer zwei Stunden Pause zu haben, wo man nach Hause kann. Je nachdem, wenn man nah dran wohnt. Bei mir ist es natürlich praktisch. Dann noch Mittag zu essen und danach noch einmal hierhin zu kommen und dann nochmal vier Stunden zu arbeiten jeweils. Das macht schon Spaß.“

Rebecca:“ Das klingt doch schon sehr gut. Und entspricht das Praktikum Ihren Erwartungen oder haben Sie sich etwas ganz anders vorgestellt?“

Jenushan: „Ich war positiv überrascht. Ich dachte eigentlich nicht, dass ich bei so vielen Rezepturen helfen kann, aber das habe ich jetzt schon öfter gemacht, das hat mir auch Spaß gemacht. Das Schöne fand ich, dass ich das Vertrauen vom Team vom ersten Tag an direkt bekommen habe. Davon war ich echt überrascht. Frau Kuchenbecker meinte direkt, ich soll bei dieser Rezeptur helfen  und jener Rezeptur, obwohl ich gerade einen Tag dabei war und mich als Menschen kennt sie ja noch gar nicht. Direkt das Vertrauen, das war echt super schön, ja.“

 

Rebecca:“ Sie müssen ja insgesamt acht Wochen Praktikum machen im Grundstudium für das erste Staatsexamen. Wissen Sie schon, wo Sie die anderen vier Wochen machen wollen? „

Jenushan:“ Ich habe überlegt, das in einer anderen Richtung zu machen, Richtung Industrie. Ob es geht, weiss ich noch nicht, aber ich würde mich auf jeden Fall informieren, ob ich da so etwas machen kann, damit ich beide Bereiche des Pharmaziestudiums bzw. des späteren Berufes dann mal abgleichen kann und gucken kann, was mir besser gefällt und wohin ich mich besser bewegen kann.“

Rebecca:“ Also ist es im Moment für Sie noch völlig offen, ob Sie dann später wirklich in der Apotheke arbeiten.“

Jenushan:“ Genau, das ist momentan noch offen, ja.“

Rebecca:“ Das ist ja auch schön, beides mal kennen zu lernen. Für mich ist Industrie keine Option, aber ich finde es immer toll, wenn sich die Leute das offen lassen. Was wird Sie als nächstes erwarten im Studium? Was kommt jetzt auf Sie zu im zweiten Semester?“

Jenusham:“ Im zweiten Semester organische Chemie und Physik, das sind glaube ich so die großen Teile, quantitative Analyse noch dazu. Die Fülle an Fächern ist sehr groß. Deswegen, es wird glaube ich sehr stressig im Vergleich zum ersten. Es wird auch einen Ticken schwieriger, aber mal schauen, wie es dann wird.“

Rebecca:“ Sind Sie da ganz optimistisch oder befürchten Sie, dass irgendetwas schief läuft?

Jenushan:“ Ich bin eigentlich ganz optimistisch. Ich habe aus dem ersten Semester meine Lehren gezogen, wie ich es besser machen kann und besser machen werde auch und dadurch gehe ich da eigentlich ganz optimistisch rein. Vor allem, wenn alle schon sagen, dass das zweite Semester so schwierig sein soll, dann kann es nur besser werden.

Rebecca:“ Auf jeden Fall“.

Jenushan:“ Dann kann man nichts verlieren.“

Rebecca:“ Ja, das muss man in dem Studium auch einfach lernen, ein bisschen die anderen auszublenden und seine eigene Sache zu machen und gucken, dass man selbst eben gut durchkommt und ein bisschen Spaß daran hat an der ganzen Sache.“

Ja, Jenushan, dann danke ich Ihnen für das Gespräch.

Jenushan: „Ich danke Ihnen. “

Rebecca:“ Ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg jetzt erstmal für die Klausur aus diesem Semester und dann natürlich auch für das zweite Semester und viel Spaß im Studium.“

Jenushan: „Danke“.

Nachtrag: Jenushan hat seine Chemieklausur bestanden und wir freuen uns sehr mit ihm. Herzlichen Glückwunsch!